CSLI

Ehrenritter assistierten dem päpstlichen Nuntius

Lazarus Ehrenritter fungierten als Throndiener und Ehrengarde für den päpstlichen Nuntius in Österreich S.E. Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen anlässlich der Firmungsfeierlichkeiten der Albanischen Gemeinde in Wien am 3.6.2012  in der Pfarrkirche Rudolfsheim.

Der Ehrenritterschaft der Lazarus Union im Hospitalischen Orden des Hl. Lazarus von Jerusalem wurde eine hohe Ehre und Auszeichnung zuteil im Pontifikalamt zu dienen. Seine Exzellenz, der päpstliche Nuntius, wurde von Pater Don Pren Kola vor der Kirche empfangen und die Ehrenritter vom päpstlichen Nuntius begrüßt und durften Seine Exzellenz danach feierlich in die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche geleiten.

Als Zeremonienmeister für die Firmungen und das Pontifikalamt mit dem päpstlichen Nuntius zeichnete der Kommandant der CSLI Ehrengarde und Prior der Bruderschaft des Hl. Erzengel Michael, Oberst CSLI Patrick Poppel verantwortlich. Die feierliche Orgelmusik wurde gespielt von CSLI Musikoffizier OLt Mag. Lusine Poppel.

Der Großmeister und der Großkanzler der Ehrenritterschaft, Senator h.c. Wolfgang Steinhardt und GenLt CSLI Christoph Ptak, assistierten Seiner Exzellenz während des feierlichen Pontifikalamtes und der Firmungszeremonie als „Edle Herren“ bei der Ankleidung und den Handwaschungen. Zu den Aufgaben der Edlen Herren“ ist liturgisch Folgendes zu sagen:

 

Aufgaben der weltlichen Throndiener („Edle Herren“) im Pontifikalamt

Im Pontifikalamt und in der Bischöflichen Stillmesse, können neben den ministri sacri  auch weltliche Throndiener zum Einsatz kommen. Diese mögen gemäß ihres Standes in feierlicher Kleidung auftreten. In der Regel handelt es sich bei ihnen um Mitglieder des Adels, Ritter eines religiösen Ordens, Beamte oder Offiziere. Langläufig werden diese Diener als „edle Herren“ bezeichnet.

Sie helfen dem Bischof beim Ankleiden mit den Liturgischen Gewändern und führen bis auf das Lavabo beim Offertorium alle Händewaschungen durch, welche am Thron stattfinden.

Von der Ankunft des Bischofs, bis zum Ende der Liturgie bleiben sie in seiner Nähe. Wegen der Händewaschungen, empfiehlt es sich diese Diener in der Nähe des Gabentisches zu platzieren, da sich dort das Wasser und das Tuch befinden.

Früher gab es Regeln, welchem kirchlichen Würdenträger, wie viele „edle Herren“ zur Verfügung stehen. Bischöfe hatten einen, Kardinäle, Apostolische Legaten und Nuntien in der Regel mindestens zwei.

 

Der vom Nuntius der Gemeinde gespendete päpstliche apostolische Segen war dann der eindrucksvolle Höhepunkt und Abschluss dieser wunderbaren Feierstunde.

Es wurde 28 jungen Menschen die Firmung zuteil und der päpstliche Nuntius zeigte sich sehr angetan ob der regen Anteilnahme der albanischen Jugend in Wien und nannte sie „die jungen Ritter Christi, in Anspielung auf die anwesende Ehrenritterschaft der Lazarus Union, die die „Garde“ Seiner Exzellenz bildete. Nach der Firmung blieb der Nuntius noch bei uns und feierte, sich sichtlich wohl fühlend, mit allen Anwesenden noch weitere zwei Stunden bei albanischen Spezialitäten im großen Pfarrsaal. Ein großartiger, gütiger und liebenswerter Mann mit Charisma!

 

Apostolischer Nuntius in Österreich
(28.07.2010)

Dr. Peter Stephan Zurbriggen ist der Apostolische Nuntius (“päpstliche Botschafter) in Österreich. Er ist der ständige Vertreter des Heiligen Stuhles bei der Regierung eines Staates. Darüber hinaus nimmt er auch die Interessen des Staates Vatikanstadt wahr und vertritt den Papst als Kirchenoberhaupt gegenüber den Ortskirchen des entsprechenden Landes.

Dr. Peter Stephan Zurbriggen ist Titular-Erzbischof von Glastonia (Glastonbury, England).

Peter Stephan Zurbriggen wurde am 27. August 1943 in Brig im Kanton Wallis, Schweiz, geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Theologie und des Kanonischen Rechts in Rom (Dr.iur.can.) wurde er am 10. Oktober 1969 in Rom zum Priester geweiht. Am 5. März 1975 Eintritt in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhles. Am 13. November 1993 Ernennung zum Titular-Erzbischof von Glastonia (Glastonbury, England) und Apostolischen Delegaten in Mozambique. Am 6. Jänner 1994 Bischofsweihe durch Papst Johannes Paul II. in der Sankt-Peters-Basilika im Vatikan. 1996 Ernennung zum Ersten Apostolischen Nuntius in Mozambique. 1998-2001 Apostolischer Nuntius in Georgien, Armenien und Aserbaidschan. 2001-2008 Apostolischer Nuntius in Litauen, Lettland und Estland. Ernennung zum apostolischen Administrator “ad nutum Sanctae Sedis” von Estland (November 2001 bis April 2005). Seit 17. April 2009 Apostolischer Nuntius in Österreich.

Der Nuntius

Der Apostolische Nuntius bekleidet seit Ende des Dreißigjährigen Krieges für gewöhnlich den Rang eines Titularerzbischofs mit dem Prädikatstitel Hochwürdigste Exzellenz. Obwohl der lateinische Titel Nuntius wörtlich „Gesandter” bedeutet, steht der Apostolische Nuntius seit dem Wiener Kongress 1815 im Rang eines Botschafters. Außerdem vertritt er den Papst bei den jeweiligen Bischofskonferenzen. Ein Nuntius muss wie jeder Diplomat vom aufnehmenden Staat akkreditiert werden.

Ist der Gesandte des Papstes nicht beim Staatsoberhaupt oder bei der Regierung des Aufnahmestaates akkreditiert, sondern pflegt nur den Kontakt zu den kirchlichen Institutionen und Personen, so heißt er Apostolischer Delegat.

In vielen Staaten (wie zum Beispiel in Österreich) ist der Nuntius aufgrund eines Konkordats Doyen (frz.: = Dekan) des Diplomatischen Korps und hat als Primus inter Pares einige Ehrenrechte. Dies geht auf den lang anhaltenden Streit der Staaten zurück, wem der erste Platz einzuräumen sei. Man löste dies durch das Wiener Abkommen, in dem man dem Vertreter des Papstes dieses Vorrecht einräumte. Der Doyen spricht bei offiziellen Anlässen als Vertreter des gesamten diplomatischen Korps und vertritt insbesondere die Interessen der kleineren Staaten.

In der Folge einige Bilder:

 

Es war ein beeindruckendes und wunderbares Erlebnis!

 

 

 

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