CSLI

Gründung der Litauischen Lazarus Union

 

 

Bericht von unserem Botschafter für Litauen, S.E. Chev. Algis Klimaitis

 

 

Gründungsfestakt der

CSLI- Landesorganisation 

„LLK, Lietuvos Lozoriaus Korpusas“

in Litauen.

Am Samstag, den 31.Mai 2014, fand im litauischen Juodkrante (Schwarzort) auf der Kurischen Nehrung der Gründungsfestakt des Litauischen Lazarus Korps, Mitgliedsverein im CSLI, statt. Zur Namensgebung sei  erwähnt, dass  den Gründern von  den Behörden der hervorhebende Titel „Litauens-Lazarus Korps“ gestattet wurde, eine Bezeichnung , die nur  dann zulässig ist, wenn bestimmte Voraussetzung von gemeinnütziger nationaler Bedeutung erfüllt sind.

Eine Delegation des CSLI, unter Leitung des  CSLI-Präsidenten Senator h.c. Wolfgang Steinhardt, traf bereits am 29.5. in Wilna, der Hauptstadt Litauens, ein.  Die anderen Mitglieder der Delegation waren Monika und Hans- Rudolf Gries und Dr. Oswin Hochstöger. Gemeinsam mit Mitgliedern des LLK stand am Ankunftstag eine kurze Stadtrundfahrt an. Besichtigt wurden Teile der mittelalterlichen Altstadt, die Kathedrale mit der Grabkapelle des Hl. Kasimir neben der unteren Burg, der Campus der alten Universität , eine russisch-orthodoxe Klosterkirche und die Kapelle des Tores der Morgenröte mit dem Gnadenbild der Mutter Gottes.

Am späten Nachmittag ging es dann mit einem kleinen Autobus nach Trakai, der Wasserburg der litauischen Großfürsten und nach einem kleinen Imbiss an einem der Seen von Trakai fuhr man gemeinsam mit dem Mikroautobus über die Autobahn in die etwa 400 Kilometer entfernte Hafenstadt Klaipeda (Memel). Dort nahm die Delegation in einem kleinen aber feinen Familienhotel Quartier.

Am darauffolgenden Tag stand eine Stadtbesichtigung von Klaipeda auf dem Programm, die abgerundet wurde durch den Besuch zweier Schiffe der litauischen Kriegsmarine.

Am Abend desselben Tages, des 30.Mai, fand  dann in einem Restaurant, das in einem vielstöckigen Hotel hoch über dem Hafen „thronte“ und einen schönen Blick auf die Kaianlagen und auf die Ostsee freigab, ein gemeinsames Dinner der CSLI-Delegation und einer Anzahl der Führungsoffiziere des LLK unter der Leitung des LLK-Präsidenten Oberst Giedrius Petruzis, statt.

Die eigentlichen Gründungsfeierlichkeiten fanden dann am 31.Mai 2014 in dem alten Haff- Fischerort Juodkrante statt, das sich in den letzten Jahrzehnten zu einem ansehnlichen Kurort entwickelt hat.

Die Feierlichkeiten begannen am späten Vormittag mit einem Platzkonzert des Orchesters der litauischen Kriegsmarine unter der Leitung von Pranas Memenas  vor der einzigen Kirche des Ortes ,der  evangelischen Kirche des Hl.Franziskus, die auch von Katholiken mitbenutzt wird.

Der Festakt war eingebettet in einen Gottedienst, der geleitet wurde vom katholischen Marinekaplan und Kaplan des LLK Romualdas Ramasauskas , sowie vom Pfarrer der evangelischen Kirche St.Franziskus in Juodkrante, Jonas Liorancas.

Zu Beginn stellte der Ehrenpräsident  des LLK, Brigadegeneral CSLI Algis Klimaitis, den ungefähr 250 anwesenden Gästen den Werdegang und die Ziele des LLK vor und bat am Schluss seiner Rede die erste Gruppe von LLK Offiziersanwärtern das Offiziersversprechen abzugeben. Danach folgte die Fahnenweihe des LLK, die vom Kaplan Romualdas Ramasauskas vorgenommen wurde.

Nach dem Gottesdienst, der gesanglich vom 40-köpfigen Jugendchor „Jaunyste“ aus Kaunas begleitet wurde, wurden vom CSLI-Präsidenten Wolfgang Steinhardt der Oberbefehlshaber der Litauischen Kriegsmarine Flotillenadmiral Kestutis Macijauskas, sowie der ranghöchste Offizier der Litauischen Grenztruppen, General Vainius Butinas, sowie der Bürgermeister der Stadtgemeinden der Kurischen Nehrung „Neringa“, Herr Darius Jasaitis,  mit der Sonderstufe des Großkreuzes des Lazarus Kreuzes der Union ausgezeichnet.

Beendet wurde der Festakt mit der litauischen Hymne. Danach gingen die geladenen Gäste hinter der musizierenden und marschierenden Marinemusik  etwa zweihundert Meter weit zu einer Schiffsanlegestelle, wo der Dampfer Venus angelegt hatte und es ging für einige gesellige Stunden hinaus auf’s Haff. Auf den drei Decks des Schiffes gab es ein reichhaltiges Buffet und auch reichlich geistige Getränke. Der Jugendchor “Jaunyste“  unter der Leitung von Danguole Beinoryte  sang viele Weisen und es herrschte eine fröhliche Stimmung an Bord.

Das Projekt von Litauens Lazarus Korps:

Die Stadtverwaltung der Kurischen Nehrung hat dem  LLK und dem ihn mittragenden Kinderhilfsfond von Kaplan Ramasauskas im Ort Juodkrante ein Grundstück mit einem verfallenen Gebäude überlassen, das der LLK mit Hilfe von Spenden wieder aufbauen möchte um den Kindern und Jugendlichen des Kinderhilfsfonds in Zukunft eine würdige Bleibe in einer gesunden Umgebung zu ermöglichen. Derzeit ist der Zustand noch betrüblich, doch das soll sich in Zukunft ändern. Auch Sie, lieber Leser der CSLI-Homepage, können sich durch eine Spende und möge sie noch so klein sein, am Aufbau dieses Projektes beteiligen. Spenden nimmt die LAZARUS UNION für das LLK unter dem Kennwort „Kinderhilfsfond Litauen“ entgegen.

Konto:

LAZARUS UNION

Kennwort: „Kinderhilfsfond Litauen“

IBAN: AT901400010010128981

BIC: BAWAATWW

Auch Presse nahm von diesem Ereignis Notiz:

Es folgt nun ein Reisebericht von Kapitän a.d. Hans Rudolf Gries.

Litauen 29.05.—01.06.2014

 

 

Ein Reisebericht von Hans Rudolf Gries.

 

 

Die kleine Delegation der Lazarus-Union bestand aus: Senator und Präsident Wolfgang Steinhardt, Dr. Oswin Hochstöger, Algis Klimaitis, der uns bereits vor Ort erwartete, Monika Gries und meinerseits.

1.Tag, Wetter bewölkt, nachmittags ein wenig Sonne

Mit dem Auto ist so eine Reise sehr beschwerlich, 1308 km und ca. 16 Stunden muss man rechnen, daher bekommt das Flugzeug den Vorzug, man muss aber sehr schnell sein beim buchen, es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen, klar nur die AUA fliegt direkt Vilnius an, der Flieger ist auch ausgebucht und gesteckt voll. Habe das erste Mal via Computer die Tickets gebucht,  plus Web Check in, kann ich nur empfehlen, keine Wartezeiten am Airport. Alles reibungslos in knapp 2 Stunden landen wir in Vilnius.  Kapitän Giedrius Petruzis von der Marineschule in Memel,  Chauffeur mit Mercedes Microbus und Algis nehmen uns freudig in Empfang.

Eine kleine Besichtigungstour durch Wilnas Altstadt mit dem Tor der Morgenröte, einigen Kirchen und Orthodoxen Kloster das mit den 3 Heiligen die mitten in der Halle aufgebahrt seit Jahrhunderten liegen, erfolgt. Sehr beeindruckend und wunderschön, schnell noch Kaffee, (rauchen hab ich ja abgestellt, aber die Espressos brauch ich)  dann Aufbruch über 320 KM und mindestens 4 Stunden Fahrzeit müssen abgespult werden. Kurzer Stopp beim Wasserschloss, Fotos, verschiedene Anproben von einigen Mützen und Helmen, sehr zum Gaudium der anderen Besucher, und Einkehr in ein Restaurant, dort feierte die Botschafterin von Georgien mit Gästen den georgischen Nationalfeiertag, daher großer  Sicherheitscheck von den Ankommenden, aber sehr unauffällig.

Endlich ein warmer Imbiss, köstlich, schaut aber aus wie die Frühlingsrollen vom Chinesen, und Topfentaschen. Jetzt ist auch Zeit zum Kosten von litauischem Bier, georgischen Rotwein und Wodka, der wird in der Wasserkaraffe serviert und alle müssen trinken, alle. Lernen unsere ersten Wörter die wir in den nächsten Tagen brauchen werden, skanaus = guten Appetit, i sveikata = Gesundheit, bzw. Prost, ab dem Zeitpunkt brauchen wir es dauernd. Gestärkt und sehr beschwingt fahren wir weiter und erreichen unser Hotel Panorama in Memel-Klaipeda. Kurz erholen, Abendessen, Fisch in allen Variationen,  plaudern übers Programm der nächsten Tage, sind sehr müde, kein Ausflug ins Nachtleben.

2. Tag, ein wenig bewölkt, plötzlich bricht die Sonne durch, schön warm.

Heute bekommen wir von Algis einen neuen Guide, Pfarrer Romualdas aus Klaipeda, der wirklich Gott und die Welt kennt und uns so verschiedene Türen und Tore öffnet. Natürlich ein CSLI Mitglied und Bundeskaplan der Litauischen Lazarus Union.

Besichtigungstour Memel, zuerst aber ein Spaziergang ans Meer, feiner Sandstrand erwartet uns an der Ostsee, ein alter Kontrollturm der ehemals ansässigen Russischen Armee erinnert an vergangene Tage, zurück in die Altstadt, wir sehen liebe Holzhäuser in bunten Farben, alte Segelboote, den Hafen mit dem beeindruckenden Old Mill Hotel und der alten Drehbrücke.

Großer Fauxpas von Oswin, hat doch die falsche Krawatte um, so können wir natürlich zu keinen Empfang gehen, es wird das einzige Einkaufszentrum angesteuert, beim 2 Geschäft werden wir fündig, schwarze Krawatte und die Welt und Kleiderordnung für unseren Senator ist wieder in Ordnung, er lästert zwar auch über meine, die ist Marineblau, aber eben sehr dunkel, weigere mich dort eine neue zu erstehen. Hektik, wir besuchen jetzt die staatlichen Seefahrtsschule Lehrbasis der LLK, „Lietuvos Lazarieciu Korpusas“ (= Litauens Lazarus Union) wir werden dort zum Mittagessen erwartet, und wir sollten pünktlich sein. Hier werden die zukünftigen Mannschaften der Marine ausgebildet, und die teilt sich in Köche und Technikern.

Für meine Wenigkeit ist der Cookie der wichtigste Mann an Bord, er alleine hat es in der Hand, ob sich eine Besatzung wohl fühlt oder nicht. Wir werden auch nicht enttäuscht, einfaches aber sehr geschmackvolles Essen erwartet uns, sehr gaumenfreudig. Nach dem wirklich üppigen Mahl dürfen wir das Innere der Schule kennenlernen, deren verschiedene Ausbildungsstätten und Sicherheitseinrichtungen. Wir bedanken uns bei der Direktion und fahren weiter zum Litauischen Marinehafen. Chef und der diensthabende Wachoffizier, Kapitänleutnant G.  (ich weiß nicht ob wir den Namen nennen dürfen, und schreiben deshalb nur „G.“) nimmt uns in Empfang, zu unserer Freude spricht dieser Deutsch und English und erklärt uns die Gegebenheiten. Aktuell besitzt die Marine 7 Schiffe mit 700 Mann Besatzung.

Zu unserer großen Freude dürfen wir an Bord von 2 Minensuchbooten, die demnächst auf Einsatz in den   Persischen Golf und vor Somalia kreuzen werden, und die Deutsche Marine dort ablösen. Diese werden gerade auf Hochglanz gebracht, daher dürfen wir sogar die Kommandobrücke, Offiziersmesse und die Mannschaftsräume sehen. An und für sich besteht strengstes Fotoverbot, aber ein bisserl was geht immer und so entstehen einige tolle Aufnahmen. Ein wenig Fachsimpeln, vieles erinnert mich an früher,  es riecht nach Diesel, Öl und See. So etwas wäre in früheren Zeiten undenkbar gewesen, großes Dankeschön an Algis und dem Pfarrer Romualdas. Wir verabschieden uns, setzten mit der Autofähre rüber auf die Kurische Nehrung und besuchen die Show im Dolphinarium.

Drollige Delfine geben ihr Können und Erlerntes zum Besten, für Kinder ein einmaliges Erlebnis, auch uns gefällt es.  Wieder rasch zurück ins Hotel, es bleibt aber noch Zeit für Diskussion und gewisse Kleidungsvorschriften, trotzdem mir passt kein Barrett, jetzt aber schön und frisch machen fürs gemeinsame Abendessen zwischen LLK-Vertretern und der CSLI –Delegation.

Dieses findet im höchsten Gebäudeturm, eigentlich Hochhaus im 22. Stock statt und wir haben einen tollen Panoramablick  über Klaipeda.  Skanaus und isveikata haben Vorrang, Kapitän Petruzis bringt eine Glasflasche in Violinen Form, Inhalt  Cognac, daher, natürlich nur  für die Österreichischen Freunde. Dieser folgt eine in Kreuzform, dann Wodka, und jedes Mal erfolgt ein Tost, bzw. eine kleine Ansprache, revanchiere mich mit 2 Flaschen Weißwein.  Taxis  bringen uns alle wohlbehalten ins Hotel zurück, unser Senator meinte zwar, so ein Verdauungsspaziergang wäre jetzt angebracht, eh nur 15 Minuten, da wir alle seine Minuten kennen, abgelehnt.

3. Tag, Sonnenschein, warm.

9 Uhr Abfahrt auf die Kurische Nehrung, übersetzen mit der Fähre, wir sind im Nationalpark, wunderschöne Gegend und wieder diese lieben und kleinen Holzhäuser. Wir haben alle Uniform und Rittermantel an, machen gewaltigen Eindruck.  Manche Leute fragen sogar ob sie ein Foto mit uns machen können, was spricht dagegen, natürlich. Bei der Kirche in Juodkrante erwartet uns bereits das Kriegsmarineorchester.

Heute ist der wichtigste und schönste Tag, eben Festakt und heilige Messe in der Kirche, die von einen katholischen und einen evangelischen Pfarrer geleitet wird. Die neue Fahne wird geweiht, Auszeichnungen an neue und bestehende Mitglieder der CSLI durch Unionskommandant  Sen. h.c.  Steinhardt, der auch eine kleine Ansprache in Englisch durchführt. Nicht unerwähnt sollte sein, dieser Festakt wurde durch folgende Personen geehrt:

Oberbefehlshaber der lit. Marinestreitkräfte, Flottenadmiral Kestutis Macijauskas

Chef der Grenzsicherungstruppen  General Vainius Butinas

Bürgermeister der Kommune Kurische Nerung Darius Jasaitis  und noch verschiedene Ehrengäste Botschafter und Generalkonsule  der Region.

Habe hoffentlich niemanden vergessen, aber diese Namen sind für meine Zunge unaussprechbar.   Eines möchte ich noch hinzufügen, ich verstehe kein Litauisch oder polnisch, nur wie diese heilige Messe mit dem wunderbaren Chor durchgeführt wurde, ist einmalig, beide Pfarrer beziehen die Besucher und Gäste mit ein, so dass ich tief beeindruckt war, auch in meinem Herzen. Wenn es solche Leute in Österreich geben würde unsere Kirchen wäre voller Besucher.

Zum Schluss bleiben wir alle noch am Kirchenplatz stehen, sprechen Gratulationen aus, lachen, scherzen, jetzt werden die berühmten Fotos gemacht, auch die Vertreter der Presse und öffentlichen Medien sind eingetroffen, hier haben alle Freude. Zugleich ist auch noch ein „Vespa“ Motorrollerclub eingetroffen, und ein Wolga Oldtimer, dieser lebt, riecht und stinkt nach Benzin.

Als Überraschung spielt nochmals das Marineorchester auf und gemeinsam marschieren wir zum Hafen wo wir an Bord des der „Venus S“, ein Ausflugsschiff, gehen. Ein tolles Buffet erwartet uns und kühle Getränke. Endlich Wasser denke ich, als Pfarrer Romualdas mit einem 3 Liter Wasserkrug obenauf Zitronenscheiben lächelnd auf mich zukommt, ein Wasserglas vollfüllt und mir überreicht, ich rieche zwar daran, aber eben nur Zitronen, nehme einen Schluck, es ist wieder Wodka, ich glaub er freut sich diebisch das er mich reingelegt hat. Wieder ist gute Stimmung an Bord, einige Leute sprechen Deutsch, andere ein wenig englisch.

Als besondere Spezialität wird ein geräucherter Fisch gereicht, schaute aus wie eine Flunder, dieser wird mit den Händen gegessen, geschmacklich super und die Gräten sind so groß und dick da kann man keine verschlucken, auch dem geräucherten Aal muss man kosten, wirklich toller Geschmack und Romualdas  wieder mit Wasserglas erklärte mir um ½ 11 war dieser noch in der Räucherkammer, also frischer geht’s nimmer. Einziger Nachteil weil alles mit den Händen gegessen wird, die Hände stinken, gewaltig.

Hier ist ja alles Nationalpark und Naturschutzgebiet, wir sehen die Wanderdünen und das Haff, erleben die Ostsee in voller Pracht. Aber jede Bootsfahrt geht zu Ende und nach guten 3 Stunden sind wir wieder am Ausgangsort angekommen. Mit dem Microbus fahren wir jetzt zu dem neuen Projekt der Lazarus Union Litauen. Dort gibt es ja keine SOS Kinderdörfer so wie bei uns, daher wird Kindern von privaten Personen, der Kirche und einigen anderen Organisationen geholfen. In diesen Fall stellte der Bürgermeister der Region ein Grundstück mit einem halbverfallenen Haus der Lazarus Union und Pfarrer Romualdas zur Verfügung, und das mitten im Nationalpark, ein wunderschöner Fleck Erde,  aber mit viel Liebe und Arbeit könnte das ein kleines Paradies für die kleinen werden. Selbst war ich entsetzt, steht doch am Giebel erbaut 1967, hier würde man sofort abreißen, dort wird jedoch repariert und saniert, ich wünsche viel Glück und Geld.

Nachdenklich setzten wir unsere Fahrt fort und erst als wir im Haus von Pfarrer Romualdas ankommen lockert sich die Stimmung, Wasserkrug, und auch wirkliches alkoholfreies, kleine selbstgemachten Speisen tragen dazu bei.  Er erklärt uns seine Ziele, sein Engagement  und wie viele Kinder in seinem Haus bereits groß geworden sind. Spontan entscheiden wir zu helfen, geben einen kleinen Obolus, sagen das dieses von unseren Herzen kommt, und werden an Ort und Stelle von Pfarrer Romualdas gesegnet, mir steht fast das Wasser in den Augen.

Mit dem Versprechen das wir uns hoffentlich alle bald wiedersehen, spätestens 2015 beim Internationalen Symposium der Lazarus Union in Wien fahren wir schwer beeindruckt zurück ins Hotel. Umziehen, Koffer packen, noch ein kleines Abendessen, ein letzter Tost,  gehen wir zeitig ins Bett.

4. Tag, noch Sonnenschein, später bewölkt, dann Regen.

Tagwache 6 Uhr, Abfahrt 7:45 wieder über 4 Stunden Fahrt zum Airport. Anscheinend ist Memel und Litauen traurig das wir heimfahren, es regnet, macht uns aber den Abschied leichter. Alles ruhig auf der Autobahn wenig Verkehr und zeitgerecht sind wir am Flughafen, große Verabschiedung von Algis, bedanken uns für die Mühe die er sich und seine Mannen gemacht haben.

Mein persönliches Resümee:  Litauen ist ein wirklich schönes Land, schnurgerade Autobahnen, viel grün, noch mehr Gegend, alles flach, die höchste Erhebung ist keine 300 Meter. Entzückende alte und bunte Holzhäuser, sehr liebe und freundliche Leute, wenn sie erfahren das man aus Wien-Österreich kommt,  hat man das Gefühl sie werden noch herzlicher. Viele Plattenbauten aus vergangenen Tagen, einige moderne und neue Hochhäuser, gutes Essen, viel Fisch, und viele Tost mit Wodka. Komischerweise hatte ich kein einziges Mal Kopfweh oder sonstige Beschwerden.

Es war eine gelungene, wunderschöne und ereignisreiche Reise. Vergebe 5 Sterne.

Aciu (=danke) Algis und den Kameraden vom LLK und i sveikata (= prost und ex)

Hans- Rudolf Gries
Kapitän a.D.

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