CSLI

Neueinweihung der Vitus Kapelle am 25.3.2014

 

Segnung und Neueinweihung der

Vitus-Kapelle am 25.3.2014

 

Höchste Auszeichnung der LAZARUS UNION für Militärpfarrer Militärsuperior MMag. Dr. Alexander M. Wessely

Militärsuperior MMag.Dr.Alexander Wessely

Seit einigen Monaten haben wir versucht, eine passende Gelegenheit zu finden, um Militärsuperior Alexander Wessely für seine langjährige, selbstlose Unterstützung der LAZARUS UNION und für seine vielen Aktionen, die er als Militärpfarrer Burgenland, zeitweise war er auch für Niederösterreich zuständig, für seine Soldaten, aber darüber hinaus auch für sein Engagement bei vielen Veranstaltungen, bei denen er mit seinen schauspielerischen Fähigkeiten brillierte und das Publikum begeisterte, legendär sind seine Auftritte als Soldat Schwejk, zu danken und zu ehren.

Die Segnung der im Vorjahr renovierten Vituskapelle (siehe „Zum Geleit“) an der der Burgenländische Jakobsweg  vorbeiführt, schien uns dafür bestens geeignet.

Zu dieser Feierstunde hatten sich rund 160 Teilnehmer eingefunden, die vom TÜPl –Kommandanten Bruck-Neudorf begrüßt wurden, darunter der Pfarrer von Parndorf, Politiker der umliegenden Gemeinden und zahlreiche Fahnenabordnungen von Traditionsvereinen.

Im Rahmen einer heiligen  Messe, musikalisch begleitet  durch eine Tamburitzakapelle und ein Bläserensemble der Militärmusik Burgenland,  wurde die Vituskapelle durch Militärpfarrer Dr.Wessely feierlich gesegnet. In seiner Predigt verglich Wessely die Renovierung der total  verfallenen Vituskapelle mit Jesus Christus und Franz von Assisi, die auf Altem  Neues aufbauten.

Am Ende der Messe war nun die Gelegenheit, Dr.Wessely die verdiente Auszeichnung zu überreichen. In kurzen Worten stellte Präsident und Unionskommandant Wolfgang Steinhardt die LAZARUS UNION vor und wies auf die Parallele hin, dass auch die LAZARUS UNION im Jahr 2009 mit nur zwei Aktivisten als Gründungsproponenten (Zitat von Papst Johannes XXII: „Schwestern und Brüder, Ihr sollt niemals aufhören anzufangen und niemals anfangen aufzuhören!“) einen Neubeginn wagte, mit dem Erfolg von rund 16000 weltweiten Mitgliedern heute.

Die Sonderstufe des Großkreuzes des Ehrenkreuzes stellt die höchste Auszeichnung der LAZARUS UNION dar, und Dr.Wessely ist erst der Zweite, der damit geehrt wird. In der Laudatio wies Steinhardt in bewegten Worten auf die großartigen Leistungen von Dr.Wessely und seine langjährige Verbundenheit zur LAZARUS UNION hin.

Abschließend wurde zur Agape geladen, wobei noch zahlreiche neue Kontakte geknüpft, viele Gespräche geführt und den Fotografen Gelegenheit geboten wurde, noch ein paar Bilder zu machen.

Die Vituskapelle am TÜPL Bruckneudorf – Zum Geleit

Ein Haus voll Glorie schauet…” so beginnt ein altehrwürdiges Kirchenlied, welches in der Eisenstädter Martinskaserne Jahr für Jahr zum Kirchweihfest erklingt. Das Lied besingt aber nicht nur das gemauerte, das in Stein geschaffene Haus Gottes, sondern vielmehr die Christgläubigen, die sich als Gottes Hausgemeinschaft, als Kirche der lebendigen Steine zusammenfinden. Wenn dieses Gemeinschaft mit Gott und den Mitchristen auch zuallererst die Kirche Jesu Christi ist, so bedarf es aber auch bestimmter und konkreter Orte, nämlich der gemauerten Kirchen, Kapellen und sonstigen Gottesdienststätte wo sich das Volk Gottes zum Gottesdienst versammeln kann.

In der Militärpfarre Burgenland befinden wir uns in der Situation, dass wir in allen unserer Kasernen über eigene Kapellen verfügen, in und vor welchen wir uns zum Gebet und Gottesdienst versammeln können, oder die uns zur Einkehr und Ruhe einladen. Diese Tatsache ist in Österreich durchwegs einzigartig und darauf können wir auch zu Recht stolz sein!

Eine der ältesten und zugleich neuesten Kapellen der Militärpfarre Burgenland ist die “Vituskapelle” in der Nähe des “Parndorfer Hofes”. Wenngleich in den Visitationsberichten des späten 19.Jahhunderts zwei Kapellen in der Nähe genannt werden, wovon damals schon eine “unauffindbar” war, so legen geographische Angaben und auch der schlichte Bau der Kapelle nahe, dass es sich um die Vituskapelle handeln könnte welche von kroatischen Zuwanderern errichtet wurde. Auf jeden Fall findet sich an einer Seitenwand die eingeritzte Jahreszahl 1822.

Die Kapelle, die heute am 2013 errichteten “Burgenländischen Jakobsweg” liegt, liegt somit genau an der Grenze des Truppenübungsplatzes. Im September wurde von Herrn Offizierstellvertreter Josef Hatos die Idee geboren, das kleine total verfallene Kirchlein – welches er zunächst für ein altes Wachhäuschen hielt – zu renovieren. In Anton Gabriel und Oskar Prandstötter aus Parndorf, fand er zwei begeistere Mitstreiter. In rekordverdächtiger Zeit wurde das Kirchlein nicht nur zwei Meter aus dem Erdreich ausgegraben sondern komplett neu aufgebaut. Alte – zur Grundsubstanz passende – Baumaterialien wurden von “Beppo” Haubenwallner aus dem Dorfmuseum Mönchhof, sowie Herrn Michael Krasanovsky aus Parndorf dankenswerter Weise gespendet, die Kapellenglocke und ein Splitterkreuz aus Granatsplittern von der Militärpfarre. Eine aus altem Sandstein gemeißelte Jakobsmuschel – vom Hobbykünstler Erich Kettner aus Frauenkirchen – fand ebenso einen Platz in der Kapelle. Das jetzige Gnadenbild, eine Sandsteinskulptur des Hl. Jakobus wurde von der 2. Ausbildungskompanie der Heerestruppenschule gestiftet. Diese Figur wurde im September im niederösterreichischen Wallfahrtsort Maria Taferl gesegnet.

Heute ermöglicht ein Gittertor einen Einblick in den geretteten Kapellenraum auf die Statue des Hl. Jakobus und ein gusseisernes Kreuz. Ein Bittglöcklein soll zum Gebet einladen.

Möge die Kapelle ein Ort der Stille und der Einkehr werden und ein Ort an dem die Jakobspilger, aber auch Soldaten gerne verweilen und der Einladung Jesu folgen der gesagt hat: “Kommt her und ruht ein wenig aus”.

 Die Vitus Kapelle VOR der Renovierung

 Die Vitus Kapelle NACH der Renovierung

 

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