CSLI

Leitbild

(Aus den Statuten (§ 19) des CSLI)

Wir sind eine unabhängige, private Hilfsorganisation nach den Idealen und im Geiste des Hl.Lazarus. Uns verbindet die Aufgabe, anderen Menschen Freude zu bereiten, Katastrophenhilfe zu leisten, behinderte Mitmenschen zu betreuen und Obdachlosen zu helfen. Wir sind ehrenamtlich tätig, kommen aus allen Altersgruppen und Berufen und unterschiedlichem sozialem Hintergrund.

Allen Menschen begegnen wir mit Respekt. Wir nehmen sie an wie sie sind. Wir sind offen für alle Menschen, gleich welcher Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Alters, gesellschaftlichen Standes oder Herkunft.

Die Qualität der Beziehung stellen wir in den Vordergrund. Wir geben Raum zur Entfaltung von Selbstwertgefühl und Lebenskompetenz.

Wir stellen uns der Herausforderung einer immer wieder neuen Aufgabe. Teamgeist verbindet uns. Die Chance einer spirituellen und persönlichen Entwicklung ist vielfältig gegeben.

Den Freunden und Förderern bieten wir für ihre Zuwendungen Sicherheit und Transparenz. Mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen gehen wir widmungsgemäß, kompetent, sparsam und verantwortungsvoll um.

Orientiert an unseren Werten nehmen wir jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit an. In unserem Tun und Denken leiten uns Liebe zum Menschen, Vertrauen, Achtsamkeit, Freude, Eigenverantwortung, Mut und die Bereitschaft zur Versöhnung.

Die Hauptgrundsätze des CSLI sind Toleranz, Demut, Barmherzigkeit und Nächstenliebe.

Jeder kann was tun.

Schaffen wir gemeinsam neue Perspektiven.

 

 

Offizielle Stellungnahme und Position der

LAZARUS UNION

zur weltweiten Flüchtlingssituation

 

Die Bezeichnung „Flüchtling“ wird in diesem Statement generell für alle Immigranten verwendet! Ganz gleich, ob Kriegsflüchtling, Wirtschaftsflüchtling oder illegaler Einwanderer (aus welchen Motiven auch immer, denn illegal ist und BLEIBT illegal). Wir werden diesen Standpunkt der LAZARUS UNION auch in den Gremien und Ausschüssen der Vereinten Nationen ECOSOC (wo die LAZARUS UNION als NGO mit Sonderberaterstatus Eingabe- und Rederecht hat) gemäß unserem Leitbild vertreten.

 

Leitbild

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten, sind wir oftmals gefragt worden, wie die LAZARUS UNION zur gegenwärtigen Flüchtlingssituation steht, die derzeit Europa überrollt. Das Leitbild der LAZARUS UNION gilt nach wie vor und es ist auch nicht beabsichtigt, dieses zu ändern. Wohl aber erscheint es uns angebracht, dieses Leitbild an einigen Stellen „zu schärfen“, „zu präzisieren“ und „mit Kanten“ zu versehen.

(Aus den Statuten (§ 19) der LAZARUS UNION-CSLI)

Wir sind eine unabhängige, private Hilfsorganisation nach den Idealen und im Geiste des Hl.Lazarus. Uns verbindet die Aufgabe, anderen Menschen Freude zu bereiten, Katastrophenhilfe zu leisten, behinderte Mitmenschen zu betreuen und Obdachlosen zu helfen. Wir sind ehrenamtlich tätig, kommen aus allen Altersgruppen und Berufen und unterschiedlichem sozialem Hintergrund.

Flüchtlinge sind in unserem Leitbild nicht eigens angeführt. Wir bekennen uns aber vorbehaltlos zur Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948 und der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). Da aber die große Anzahl von Flüchtlingen nicht nur für die Flüchtlinge selbst, sondern auch für ALLE betroffenen Staaten und deren Bevölkerung eine herausragende Belastungsprobe darstellt bedürfen einige Dinge einer INTERNATIONALEN Lösung.

Allen Menschen begegnen wir mit Respekt. Wir nehmen sie an wie sie sind. Wir sind offen für alle Menschen, gleich welcher Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Alters, gesellschaftlichen Standes oder Herkunft.

Dieser Respekt kann und darf aber keine Einbahn sein. Genauso wie wir anderen Menschen Respekt entgegenbringen, dürfen und müssen wir auch diesen Respekt gegenüber uns, den Behörden, der Exekutive und allen Einrichtungen des Staates verlangen. Es kann und darf einfach nicht sein, dass Menschen, die Schutz und Hilfe bei uns suchen, unsere Werte missachten oder nicht wertschätzen und unsere Werte, weil diese eben durch die Entwicklung unserer Kultur über Jahrhunderte anders sind, nicht oder nicht ausreichend akzeptieren und ebenfalls anerkennen.

Die Qualität der Beziehung stellen wir in den Vordergrund. Wir geben Raum zur Entfaltung von Selbstwertgefühl und Lebenskompetenz.

Um diesen Grundsatz in der Zukunft zu gewährleisten (wir denken da jetzt an die immer mehr und öfters „kippende“ Stimmung der Bevölkerung/Zivilgesellschaft gegen die Flüchtlinge, der unbedingt gegengesteuert werden muss, um nicht den Kriegs-Flüchtlingen ihre legitime Chance auf Asyl in Übereinstimmung mit den Menschenrechten zu nehmen) sind unserer Meinung nach folgende Schritte zu setzen:

  1. Es müssen raschest Stellen eingerichtet werden (auf EU-Botschaften, an EU-Außengrenzen, Landesgrenzen und ev. auch beim Roten Kreuz, Rotem Halbmond etc.) wo Flüchtlinge Ihren Antrag auf Asyl offiziell stellen können und dieser Antrag, womöglich vor Ort in KURZER Zeit entschieden wird. Das ist fair gegenüber Asylsuchenden aber auch fair gegenüber der Bevölkerung jener Länder, die dieser Flüchtlinge schlussendlich aufnehmen werden und entzieht den Schleppern die „Geschäftsgrundlage“.
  2. Den Asylwerbern MUSS eindeutig klar gemacht werden unter welchen Voraussetzungen Asyl gewährt wird bzw. gewährt werden kann und das man sich sein „Wunschland“ nur SEHR bedingt aussuchen kann. Der Asylwerber hat IMMER die Wahrheit bei seiner Bewerbung zu sagen. Unwahrheiten werden als Missbrauch der Gastfreundschaft des Aufnahmelandes angesehen. Wenn sich solche Unwahrheiten im Zuge des Asylverfahrens (oder später) herausstellen, hat das den Abbruch des Verfahrens und die Ausweisung mit langjährigen Betretungsverbot zur Folge soweit dies rechtsstaatlich möglich ist da durch die Falschangaben eine positive Erledigung nicht erfolgen kann. (Hier sollte dem Missbrauch von gefälschten Dokumenten, wie Reisepass etc. ganz besondere Aufmerksamkeit und Strenge gelten.) Das hat auch für ILLEGALE Einwanderung zu gelten, wenn die Voraussetzungen für einen LEGALEN Antrag bestehen!
  3. Jene Personen, die nicht dem Flüchtlingsstatus entsprechen müssten sofort zurückgeschickt werden, wenn notwendig mit finanzieller Hilfe der Europäischen Union. Flüchtlinge, die ohne Papiere ankommen (diese werden oft bewusst weggeworfen, um eine Identifizierung zu vermeiden), müssen solange in einer Transitzone bleiben, bis ihre Identität geklärt ist. Lässt sich dies nicht binnen einer gewissen Frist klären und mangelt es an Kooperation seitens der Flüchtlinge, müssten auch diese abgeschoben werden um die Sicherheit der Aufnahmeländer nicht zu gefährden. Wer etwas „zu verbergen hat“, kann nicht auf Gastrecht pochen! Humanitäre Bleiberechte sind davon natürlich nicht betroffen.
  4. Die Gesetze und die Lebensgewohnheiten des Gastlandes müssen von ALLEN Asylwerbern in der Zeit des Asylverfahrens (und natürlich auch danach) akzeptiert und uneingeschränkt befolgt werden. Unabhängig nach welchen Gesetzen und auch religiösem Umfeld die Asylwerber in ihrem Herkunftsland gelebt haben. Bei einer Verletzung der Gesetze des Gastlandes haben ebenfalls der Abbruch des Asylverfahrens und die Ausweisung mit Betretungsverbot als Konsequenz zu erfolgen. Diese Regelungen MÜSSEN den Asylwerbern so bald wie möglich (schon in den Herkunftsländern) zur Kenntnis gebracht werden.
  5. Die Hilfeleistungen vor Ort und in den bestehenden Flüchtlingslagern müssen dramatisch von den „reichen“ Staaten verbessert werden. Auch wenn es Geld kostet. Niemand flüchtet freiwillig und verlässt seine Heimat, wenn die Situation (auch durchaus subjektiv aus der Sicht der Flüchtlinge) unhaltbar geworden ist und Leib und Leben bedroht sind.

Wir stellen uns der Herausforderung einer immer wieder neuen Aufgabe. Teamgeist verbindet uns. Die Chance einer spirituellen und persönlichen Entwicklung ist vielfältig gegeben.

Wenn diese o.a. fünf Punkte KONSEQUENT umgesetzt werden, so glauben wir, dass die STAATENGEMEINSCHAFT (einzelne Länder sind mit der Bewältigung dieses Problems SICHERLICH mehr oder weniger heillos überfordert und riskieren die eigene innere Stabilität und die Hilfsbereitschaft ihrer Bevölkerung) diese große Herausforderung unserer Zeit bewältigen kann.

Asyl für JEDEN dem es zusteht ohne „Wenn und Aber“. Ein klares NEIN mit aller Härte zu Asylmissbrauch. (Wobei Asylmissbrauch schwer zu definieren ist, denn prinzipiell steht es jedem Menschen frei einen Antrag zu stellen, und auch in weiterer Folge den vorgesehen Rechtsweg zu beschreiten. Bei gerechtfertigter Ablehnung hat nach den gegeben rechtsstaatlichen Prinzipien vorgegangen zu werden, somit gibt es eigentlich keinen Asylmissbrauch. Taucht jemand ab oder versteckt sich, hat er ja kein Asyl (das missbraucht wird) – sondern ist illegal im Land – daher stellt dies auch keinen Asylmissbrauch dar.)

JEDER, auch die Regierungen und ihre Vertreter und auch ALLE Asylwerber, haben sich an bestehende und gültige Gesetze zu halten. Da gibt es KEINE Ausnahmen!

Den Freunden und Förderern bieten wir für ihre Zuwendungen Sicherheit und Transparenz. Mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen gehen wir widmungsgemäß, kompetent, sparsam und verantwortungsvoll um.

Die LAZARUS UNION hat weder Mitgliedsbeiträge noch Einschreibgebühren und verfügt deshalb auch nur über sehr beschränkte Mittel. Unser größter „Wert“ ist unsere Gesinnung, die jedes Mitglied der LAZARUS UNION in SEINEM Umfeld leben und praktizieren kann. Wir sind vor allem eine GESINNUNGSGEMEINSCHAFT, welche auf der ganzen Welt vertreten ist und so sehr viel dazu beitragen kann, dass auch andere Menschen von dieser Haltung überzeugt werden können. Niemand ist frei von Vorurteilen und Bedenken. Wir müssen diese nur REALISTISCH (auch bei uns selbst) bekämpfen und können nur so unserem Leitbild gerecht werden.

Orientiert an unseren Werten nehmen wir jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit an. In unserem Tun und Denken leiten uns Liebe zum Menschen, Vertrauen, Achtsamkeit, Freude, Eigenverantwortung, Mut und die Bereitschaft zur Versöhnung.

Wenn es uns gelingt, diese Grundsätze auch in die Herzen der Flüchtlinge einzupflanzen, wird es uns gelingen einen großen Beitrag für alle zu leisten. Dass das nicht leicht ist und dass das auch sehr schwer ist und sein wird (sowohl für uns als auch für die Flüchtlinge), ist uns VOLL bewusst. Aber versuchen wir es zumindest! Wer nichts zu verbergen hat, benützt die Tür und nicht das Fenster. Um jemanden willkommen zu heißen muss man wissen wer er ist, woher er kommt und wie man ihn anspricht! Nur dann kann auch NACHHALTIG geholfen werden.

Die Hauptgrundsätze des CSLI sind Toleranz, Demut, Barmherzigkeit und Nächstenliebe.

Hüten wir uns vor Extremismus in JEDE Richtung. Das ist gefährlich und kann NIEMALS zum Ziel führen! Es sind aber auch die Flüchtlinge gefordert, unser Vertrauen nicht zu missbrauchen und sich der Gastfreundschaft würdig zu erweisen.

Jeder kann was tun.

Schaffen wir gemeinsam neue Perspektiven.

 

Für die LAZARUS UNION

Senator h.c. Wolfgang Steinhardt
Präsident und Unionskommandant
Großmeister der Ehrenritterschaft

Wien, im Oktober 2015

 

Willkommenskultur

Abschließend noch unser Standpunkt zur „Willkommenskultur“:

Es ist die Verpflichtung zivilisierter Staaten, die Menschenrechte zu achten und auch zu leben. Dazu gehört selbstverständlich auch die Aufnahme von Asylsuchenden! Wenn schon nicht für immer, dann zumindest für eine bestimmte Zeit.

Wir weigern uns aber, die „von oben verordnete Freude“ zu teilen, dass nun „endlich die heißersehnten Flüchtlinge“ zu uns kommen und wir verwehren uns auch dagegen, deshalb als „ausländerfeindlich“ und „Schlimmeres“ zu gelten.

Wir können uns aus drei Gründen nicht freuen:

  1. Wir freuen uns nicht, dass es auf der Welt so viel Krieg gibt und dass die Menschheit nicht in der Lage ist, in Frieden und Respekt miteinander zu leben, sich gegenseitig zu achten, zu verstehen und zu akzeptieren.
  2. Wir freuen uns nicht, dass Menschen überhaupt zu Flüchtlingen werden, denn wir können uns sehr wohl die Verzweiflung dieser Menschen vorstellen die alles zurücklassen was sie jemals aufgebaut und besessen haben und sei es noch so wenig.
  3. Wir freuen uns aber auch nicht, dass diese Flüchtlinge jetzt ausgerechnet zu uns kommen wollen, wo wir (Europa und die westliche Welt) doch von den meisten dieser Menschen für ihre Situation (ob zu Recht oder zu Unrecht ist nicht relevant) verantwortlich gemacht werden und die kulturellen und auch religiösen Unterschiede oftmals sehr groß sind, was eine WIRKLICHE Integration erfahrungsgemäß sehr erschwert wenn nicht sogar unmöglich macht und diese Menschen im Asyl deshalb auch nicht glücklich macht.

Aber: Auch wenn wir uns nicht freuen, wir können und müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen. Das ist unsere Menschenplicht!

 

 

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